Archiv für Juni 2010

Ermitteln Sie das Reifen-Herstellungsdatum

Mittwoch, 30. Juni 2010

Das Herstellungsdatum steht auf dem Reifen im Hersteller-Code. Dieser ist oft ziemlich kryptisch und für den Laien schwer zu entschlüsseln. In folgendem Artikel bringen wir Licht ins Dunkel und helfen, die in den Reifen eingepressten Infos richtig zu deuten.
Beispiel: DOT CUL2 UM8 0406 TUBELESS

DOT = Department of Transportation (US-Verkehrsministerium)
CU = Kürzel für Reifenhersteller
L2 = Reifengröße
UM8 = Reifenausführung
0406 = Herstellungsdatum: 4. Produktionswoche 2006

Hinweis: Falls anstelle der 4-stelligen Ziffer eine 3-stellige Ziffer gefolgt von einem v-Symbol aufgeführt ist, dann wurde der Reifen im vergangenen Jahrzehnt produziert. Die Bezeichnung 509v bedeutet beispielsweise: 50. Produktionswoche 1999.

TUBELESS = schlauchlos (TUBETYPE = Schlauchreifen)

Achtung: Neureifen müssen seit 10/98 zusätzlich mit einer ECE-Prüfnummer an der Reifenflanke versehen sein. Diese Prüfnummer weist nach, dass der Reifen dem ECE-Standard entspricht. Reifen seit 10/98 ohne ECE-Prüfnummer haben keine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE).

Scheibenrad-Bezeichnungen

Beispiel: 512 J x 15 H2, ET 38, LK 4/100.

512 = Maulweite (Innenbreite) der Felge in Zoll
J = Kennbuchstabe für Höhe und Kontur des Felgenhorns (B = niedrigere Hornform)
x = Kennzeichen für einteilige Tiefbettfelge
15 = Felgen-Durchmesser in Zoll
H2 = Felgenprofil an Außen- und Innenseite mit Hump-Schulter (Hump = Sicherheitswulst, damit der Reifen nicht von der Felge rutscht).
ET 38 = Einpresstiefe: 38 mm. Das Maß gibt in mm an, wie weit die Felgenanschraubfläche von der Felgenmitte entfernt ist.
LK 4 = Die Felge ist in diesem Beispiel mit 4 Schrauben befestigt.
/100 = Der Lochkreisdurchmesser, auf dem die Schrauben angeordnet sind, beträgt 100 mm.

Geringe Profiltiefe bei Autoreifen

Dienstag, 29. Juni 2010

Gefahr für Mensch und Tier
Ich muss gestehen, ich habe ein Problem. Seit vorgestern habe ich eine ausgeprägte Profilneurose. Nicht was Sie jetzt denken, mein Geltungsbedürfnis ist nicht größer als sonst. Was mir Sorgen bereitet ist die Profiltiefe von Autoreifen.
Da spaziere ich nichtsahnend mit meinem Frauchen durch die Gegend, da kommt urplötzlich vor uns ein Auto ins Strudeln und ins Schleudern und verfehlt uns nur um wenige Millimeter. Hatte ich eine Angst, das können Sie mir glauben. Und wie kam es zu dem Schlamassel? Wie jetzt herauskam hatte er die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, weil seine Reifen abgefahren waren. Wusste er denn nicht, dass die Profiltiefe bei Autoreifen mindestens 1,6 Millimeter betragen muss? Die Reifenprofis empfehlen, nicht so lange zu warten, sondern bereits bei einer Reifenprofiltiefe von 4 mm beispielsweise die Winterreifen zu ersetzen.
Abgefahrene Reifenprofile werden mit Nässe, Glätte oder Schneematsch nicht mehr fertig – je geringer die Profiltiefe bei Autoreifen, desto länger der Bremsweg. Bei geringer Profiltiefe kann es schon bei niedrigen Geschwindigkeiten gefährlich für Mensch und Tier werden, weil das Fahrzeug den Kontakt zur Fahrbahn (Aquaplaning) verliert.
Nun ja, achten Sie auf die Profiltiefe bei Autoreifen, da wäre mir schon sehr mit geholfen. Und solange muss die Aufmerksamkeit vom Frauchen herhalten…
Jedes Jahr testet der ADAC zusammen mit der Stiftung Warentest die aktuellen Reifenmodelle für die kommende Sommersaison. Auch in diesem Jahr nahmen die Fachleute 35 Reifenmodelle in den weit verbreiteten Dimensionen 185/60 R14 und 205/55 R 16 unter die Lupe. Hier die Testsieger des großen ADAC Sommerreifen-Test.
Die wichtigste Erkenntnis des Tests zuerst: Wer bei den Reifen spart tut dies definitiv am falschen Ende. Laut ADAC bewies das eindrucksvoll der Testsieger unter den Sommerreifen in den Dimensionen 205/55 R16 W, der Michelin Primacy HP . Der Reifen des französischen Herstellers hielt dem harten Testbedingungen rund doppelt so lange stand und sparte zusätzlich fast einen halben Liter Sprit auf 100 Kilometer im Vergleich zu den Verlierern im Test. Von denen mussten sich fünf Modelle mit dem Urteil “nicht empfehlenswert” zufrieden geben. Meist wegen Schwächen auf nasser Fahrbahn.
Trotzdem muss Qualität nicht gleich teuer sein. Zusammen mit unserem Reifenpartner Reifen-vor-Ort stellen wir hier die vom ADAC als Gewinner gekürten Reifenmodelle vor. Über die integrierte Reifen-vor-Ort Suche lässt sich der Reifen zum besten Preis in der Nähe finden. Die von uns angegebenen Preise sind Richtwerte, auf den Inseratsseiten finden sich die tagesaktuellen Marktpreise.
Michelin Primacy HP
205/55 R 16
ADAC-Urteil: besonders empfehlenswert
günstigster Preis: ab 87,00 Euro
Continental Premium Contact 2
205/55 R 16
ADAC-Urteil: besonders empfehlenswert
günstigster Preis: ab 74,89 Euro

Weshalb sich der Querschnitt von Reifen auf die Geschwindigkeitsanzeige auswirkt

Montag, 28. Juni 2010

Frage und Antwort zu know how von Reifen
Guten Tag,
ich habe gerade Ihren Reifenrechner benutzt und verstehe nicht, weshalb sich der Querschnitt des Reifens auf die Geschwindigkeitsanzeige auswirkt. Können Sie mir das erklären?
Beispiel:
Gehen wir davon aus Ihre Serienbereifung wäre 195/65R15 und Sie möchten auf die Dimension 195/50R15 umrüsten dann würde das nicht gehen.
Warum?
Das liegt am Abrollumfang!
195/65R15 hat einen Abrollumfang von 1935 mm
195/50R15 hat einen Abrollumfang von 1760 mm
Der 195/50R15 wäre also viel zu klein im Umfang, folgende Effekte würden entstehen:
Ihr Tacho würde eine gefahrene Geschwindigkeit von 50 km/h anzeigen, doch die tatsächliche Fahrgeschwindigkeit würde ca. 40 km/h betragen.
Dieses Verhältnis würde sich drehen wenn der Reifen einen größeren Umfang als ihre Serienbereifung hätte.
Der Abrollumfang ist für die Geschwindigkeitsanzeige maßgebend, da die Mechanischen Tachos anhand der Umdrehung der Reifen die Geschwindigkeit messen.
So wie die ABS Sensoren auch die Umdrehung der Räder permanent messen. Verändert sich der Umfang gehen alle Justierungen verloren und es entstehen Fehlinformationen.
Folgende Umbereifung Beispiele:
Serienbereifung 195/65R15 kann ohne Probleme gegen folgende Dimensionen ersetzt werden.
205/55R16
225/50R16
225/40R18
255/35R18

Conti bei Reifentest weit vorne

Freitag, 25. Juni 2010

• Vergleich der Sommerreifen-Tests von 39 europäischen Fachzeitschriften zeigt deutlichen Vorsprung gegenüber Wettbewerbern
• Vorsprung besteht auf nasser und trockener Straße

Beim Vergleich der Bremsergebnisse der im Jahr 2009 veröffentlichten Sommerreifentests von 24 europäischen Fachzeitschriften haben die Reifen der Premium-Marke Continental deutlich die Nase vorn. Dabei konnten die Produkte des europäischen Marktführers in vielen Bremsvergleichen auf nassen und trockenen Straßen den ersten Platz belegen – insgesamt 25-mal in 87 Einzeltests. Damit unterstreichen die Hannoveraner einmal mehr die hohen Sicherheitsreserven ihrer Produkte. Continental-Reifen waren dabei nahezu doppelt so oft Bester beim Bremsen als die beiden nächstbesten Wettbewerber. Insgesamt testeten Fachzeitschriften und Verbraucherorganisationen aus zehn europäischern Ländern. Dabei nahmen sie 14 Reifengrößen „unter die Lupe“, als Testfahrzeuge dienten allrad-, front- und heckgetriebene Wagen der Kompakt-, Mittel- und Oberklasse.

Auch beim Vergleich der ersten drei Plätze haben die Hannoveraner die Nase deutlich vorn. Mit 51 Plätzen als Erster, Zweiter und Dritter haben die Reifen mit dem Niedersachsenross im Markenzeichen mehr als doppelt so viele „Medaillen“ errungen wie der nächstplatzierte Wettbewerber.

„Mit dem Vergleich der Zeitschriften-Testergebnisse können wir unsere führende Stellung bei der wichtigsten und von allen Fachzeitschriften am höchsten gewichteten Eigenschaft ‚Bremsen’ untermauern“, kommentiert Alexander Lührs, Pressesprecher von Continental, den Vergleich der Tests der europäischen Fachpresse. „Dies gilt nicht nur für das Bremsen auf nasser Fahrbahn, sondern auch auf trockener Straße und bringt damit die auf die Verbesserung der Verkehrssicherheit ausgelegte Strategie unseres gesamten Konzerns sehr gut zum Ausdruck.“
Der Abstand zu Produkten aus dem Budget-Segment oder Billig-Importen aus Asien ist dabei häufig so eklatant, dass zahlreiche Wettbewerbsprodukte regelmäßig wegen Schwächen im Bremsen als bedingt oder nicht empfehlenswert eingestuft werden.
Die Übersicht zu den Bremstest-Ergebnissen der europäischen Fachredaktionen hat Continental unter www.continental-reifen.de bei den Pkw-Sommerreifen veröffentlicht.

Der Continental-Konzern gehört mit einem Umsatz von mehr als 24 Mrd Euro im Jahr 2008 weltweit zu den führenden Automobilzulieferern. Als Anbieter von Reifen, Bremssystemen, Systemen und Komponenten für Antrieb und Fahrwerk, Instrumentierung, Infotainment-Lösungen, Fahrzeugelektronik und technischen Elastomerprodukten trägt das Unternehmen zu mehr Fahrsicherheit und zum Klimaschutz bei. Continental ist darüber hinaus ein kompetenter Partner in der vernetzten, automobilen Kommunikation. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 130.000 Mitarbeiter an nahezu 190 Standorten in 35 Ländern.

Continental ist Marktführer bei Pkw-Reifen in Europa. In der Erstausrüstung fahren mehr als 30 Prozent aller europäischen Neuwagen auf Continental-Reifen aus den Werkshallen. Die Reifen-Divisionen sind ein Offizieller Sponsor der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ in Südafrika

Ganzjahresreifen oder Winterreifen+Sommerreifen

Mittwoch, 23. Juni 2010

Jedes Frühjahr und jeden Herbst der gleiche Aufwand – Reifen wechseln. Winterreifen rauf, Sommerreifen runter und ein halbes Jahr später wieder umgekehrt. Meist muss man die gerade nicht gebrauchten Reifen dann auch aus Platzmangel irgendwo einlagern lassen und dafür zahlen. Da bietet sich doch der Ganzjahresreifen an, der Sommer wie Winter gefahren werden kann. Kein Reifenwechsel mehr, keine Kosten für die Einlagerung. Aber was, wenn die Straßen glatt oder mit Schnee bedeckt sind? Dann sind die Eigenschaften des Ganzjahresreifens nämlich nicht mit denen eines guten Winterreifens vergleichbar. Die Unfallgefahr mit einem Winterreifen ist bei schlechten Wetterverhältnissen wesentlich geringer als mit Ganzjahresreifen. Schon alleine deshalb plädiere ich für die Doppellösung und nehme den Zeit- und Kostenmehraufwand gerne in Kauf. Denn Sicherheit geht vor. Auch in Gegenden mit wenig Schnee empfehle ich Sommer- und Winterreifen. Man kann schließlich nie wissen, wie der nächste Winter wird.