PKW Winterreifen PKW Sommerreifen PKW 4x4 Reifen
Shop » Glossar

Glossar

ABE
Die Betriebserlaubnis (§ 19 StVZO) ist, zusammen mit der eventuell notwendigen Zuteilung eines amtlichen Kennzeichens, Bestandteil des Zulassungsverfahrens für Kraftfahrzeuge auf öffentlichen Straßen in Deutschland. Einfach ausgedrückt ist sie eine Bestätigung, dass das Fahrzeug oder Fahrzeugteil den einschlägigen nationalen Vorschriften entspricht. Sie wird für Serienfahrzeuge und Serienteile vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erteilt. Die Betriebserlaubnis gilt nur national, also in Deutschland.

ABS
Das Antiblockiersystem (ABS), in der StVZO „Automatischer Blockierverhinderer“ (ABV) genannt, ist ein in Verkehrsmitteln verwendetes technisches System zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Es wirkt bei starken Bremsungen insbesondere auf nasser oder verdreckter Fahrbahn, indem es einem möglichen Blockieren der Räder durch Regelung des Bremsdrucks in kurzen Intervallen entgegenwirkt.

Alterung
Auch wenn der Reifen noch tadellos aussieht und kaum benutzt wurde beträgt die Lebensdauer eines Reifens ca. 10 Jahre, weil die Gummimischung mit der Zeit altert und einen Teil ihrer Fähigkeit verliert.

Reifen die älter als 10 Jahre sind dürfen nur benutzt werden, wenn sie vorher stets im Einsatz waren.

Wohnwagenreifen und Reifen die nicht regelmäßig benutzt werden müssen nach 6 bis 8 Jahren ersetzt werden.

Ein Reservereifen der älter als 6 Jahre ist darf man nur noch im Notfall benutzen.

Aquaplaning
Aquaplaning (auch Wasserglätte) bezeichnet das Aufschwimmen des Reifens auf dem Wasserfilm einer nassen Fahrbahn. In diesem Fall schiebt sich ein Wasserkeil unter die Reifenaufstandsfläche und sorgt damit für einen Verlust der Haftung. Im Moment des Aquaplanings können keine Führungs- und Bremskräfte auf die Fahrbahn übertragen werden, das Fahrzeug kann daraufhin ins Schleudern geraten.

ASR
Die Antriebsschlupfregelung (ASR), umgangssprachlich auch Antischlupfregelung, sorgt dafür, dass die Räder beim Beschleunigen nicht durchdrehen. Die Traktionskontrolle soll beim Anfahren mit viel Gas („Kavalierstart“) oder bei schlechtem Untergrund wie Eis, Schnee, Rollsplitt, nassem Kopfsteinpflaster (wenig Haftreibung) verhindern, dass ein oder mehrere Räder durchdrehen und das Fahrzeug seitlich ausbricht. Gegenstück ist die Motor-Schleppmoment-Regelung (MSR), die bei abrupter Gaswegnahme eine Fahrzeug-Instabilität vermindern soll.

Auswuchten
Der Begriff Auswuchten bezeichnet das Verringern oder Beseitigen einer Unwucht.

Jeder um eine feststehende Achse rotierende Körper besitzt eine Unwucht, die sich durch Vibrationen oder Schwingungen, Geräusche und hohen Verschleiß bemerkbar machen kann oder die Produktlebensdauer verkürzen kann. Die Beseitigung der Unwucht auf technisch und wirtschaftlich sinnvolle Größen ist die Qualitätsanforderung an jeden Hersteller von rotierenden Bauteilen. Bei vielen rotierenden Teilen, wie z. B. Kugellagern, ist dies bereits durch die Einhaltung von engen Fertigungstoleranzen möglich.

Bremsweg
Der Bremsweg ist die Strecke, die ein Fahrzeug vom Beginn der Bremsung bis zum Ende der Bremsung zurücklegt. Entscheidend für die Länge des Bremsweges ist die gefahrene Geschwindigkeit und die Verzögerung. Der Anhalteweg ist länger und berücksichtigt die Reaktionszeit.

CBC
Cornering Brake Control ist eine von BMW seit 1997 eingesetzte Fahrstabilitätshilfe beim Bremsen, die auf dem Antiblockiersystem aufbaut.

Beim Bremsen in Kurven sind durch die Fliehkraft die kurveninneren Räder entlastet. Dadurch kann es zum Überbremsen derselben und dem Eindrehen des Fahrzeugs in die Kurve kommen. Das auch CBC genannte System wirkt diesem Effekt entgegen, indem es beim Bremsen in Kurven den Bremsdruck für jedes Rad in Stärke und Ansprechgeschwindigkeit separat steuert. Für die Erkennung einer Kurvenfahrt nutzt es die Daten der ABS-Sensoren an den Rädern (die kurveninneren Räder drehen sich langsamer), greift aber auch schon unterhalb des ABS-Regelbereichs ein. Das Wirken der CBC ist außer durch ein allgemein sicheres Kurvenbremsverhalten weder mit noch ohne ABS-Einsatz eigenständig wahrnehmbar.

Diagonalreifen
Diagonalreifen waren bis in die 1980er Jahre bei PKW verbreitet. Sie weisen mehrere schräg überkreuzte Karkassenlagen auf. Heute sind sie bei PKW von den Gürtelreifen verdrängt worden und sind fast nur noch in der Landwirtschaft, bei Oldtimern und bei älteren Motorrädern üblich. Auch im Offroad-Bereich werden sie teilweise noch eingesetzt, weil die (im Straßenbetrieb unerwünschte) starke Beweglichkeit ihrer Lauffläche eine bessere Selbstreinigung im Schlamm und eine bessere Anpassung an unebene Untergründe gewährleistet. Viele Rennreifen werden als Diagonalreifen gebaut. Sie haben aber im Fahrverhalten nichts mit den veralteten Autoreifen gemein, kreuzen sich doch bei ihnen die Karkassenlagen in erheblich engeren Winkel. Die Größenbezeichnung bei Diagonalreifen, z. B. 6.40-15, drückt im ersten Wert die Reifenbreite in Zoll aus, hier also 6,4 (ca. 16,3 cm), und der zweite gibt den notwendigen Felgendurchmesser für diesen Reifen in Zoll an.

DOT-Nummer
Die DOT-Nummer ist eine auf Reifen von Kraftfahrzeugen an mindestens einer Reifenflanke eingepresste Ziffernfolge, die u.a. das Herstellungsdatum des Reifens belegt. Die Abkürzung DOT steht für das US-amerikanische Verkehrsministerium Department of Transportation, das dieses Reifengeburtsdatum eingeführt hat. Inzwischen wird die Markierung weltweit von Reifenproduzenten angewendet.

Fahrphysik
Die Fahrphysik befasst sich bei Kraftfahrzeugen mit Kräften, die beim Fahren statisch und dynamisch auf alle wichtigen Komponenten des Fahrzeugs einwirken.

Während die Fahrphysik in der Breitenausbildung zur Fahrerlaubnis eine eher untergeordnete Rolle spielt, ist sie im Motorsport von großer Bedeutung.

Fahrwerksgeometrie
Unter Fahrwerksgeometrie versteht man beim Zweirad das Verhältnis von Lenkkopfwinkel, Nachlauf und Radstand zueinander.

Je nach Einsatzzweck eines Zweirades werden die unterschiedlichen Parameter selbst und im Verhältnis zueinander festgelegt.

Ganzjahresreifen
Ganzjahresreifen (auch: Allwetterreifen) sind Reifen, die sowohl im Sommer als auch im Winter eingesetzt werden können. Sie stellen somit ein Mittel zwischen Sommerreifen und Winterreifen dar, was den Vorteil hat, dass der Fahrzeughalter zur entsprechenden Jahreszeit keinen Reifenwechsel vornehmen muss und die entsprechenden Kosten für einen weiteren Satz Reifen spart. Sie werden vor allem in Ländern, in denen geringe Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten bestehen (zum Beispiel Großbritannien oder einigen Regionen in Deutschland), gefahren, während sie zum Beispiel in den Alpenländern eine geringere Verbreitung finden.

Insgesamt bilden Ganzjahresreifen einen Kompromiss, der auf Schnee und Eis meist nicht an die Eigenschaften von Winterreifen herankommt und im Sommer einen höheren Abrieb mit leicht erhöhtem Kraftstoffverbrauch erwarten lässt. Vereinzelt sind auch Ganzjahresreifen am Markt, die mit dem Schneeflockensymbol für hinreichende Wintertraktion gekennzeichnet sind.

Vor allem im LKW-Fernverkehr werden vorwiegend Ganzjahresreifen verwendet, da diese Fahrzeuge im Zuge einer Fahrt auf Straßen der verschiedensten Zustände stoßen. Dies führt aber oft speziell in den schneereichen Alpenregionen zu gefährlichen Situationen. Deshalb wurde in Österreich eine generelle Winterreifenpflicht auf der Antriebsachse für LKW über 3,5 t und Omnibusse im Winter 06/07 eingeführt.

Geschwindigkeitsindex
Der Geschwindigkeitsindex oder auch Speed Index kodiert in Buchstaben die maximal zulässige Geschwindigkeit.

Beispiel: 225/45 ZR 17 Y.

  • S: 180 km/h
  • T: 190 km/h
  • H: 210 km/h
  • V: 240 km/h
  • z: über 240 km/h


Intermediates
Intermediate ist die Bezeichnung für einen Rennreifen, der im Motorsport bei feuchter oder abtrocknender Strecke zum Einsatz kommen, wenn Regenreifen nicht mehr benötigt werden, aber Slicks noch nicht zum Einsatz kommen können. Da in der Regel bei einem Rennfahrzeug mehrere dieser Reifen benötigt werden, wird meist der Plural Intermediates verwendet; im englischsprachigen Rennjargon häufig auch Inters.

Karkasse
Die Karkasse stellt in vielen Gummireifen das tragende Gerüst dar. Sie besteht aus Gewebeschichten, die in Gummi eingebettet sind und als Festigkeitsträger fungieren. Das Gewebe bestand früher meistens aus Kunstfasern wie Kunstseide (z. B. Rayon), aber auch Baumwolle und andere Pflanzenfasern wurden verwendet. Bei Radialreifen wird üblicherweise Stahlcord eingesetzt.

Als Maß für die Dichte des Karkassengewebes wird die Einheit TPI (Threads per Inch) verwendet. Diese gibt an, aus wie vielen Fasern pro Zoll die Karkasse besteht.

Lamellen
Der Ausdruck Lamelle (von spätlat. lamella für „dünne Scheibe“, „Blättchen“, Diminutiv v. lamina, lamna, „Platte“, „Blatt“, „Scheibe“) bezeichnet dünne, lange Scheiben, Blätter oder Klingen, besonders wenn sie zu mehreren mit ihren Flächen parallel oder annähernd parallel zueinander angeordnet sind und nur ihre Kanten nach außen weisen. Solche verbundenen Lamellenstrukturen verfügen über eine am Materialaufwand gemessen sehr große Oberfläche und Stabilität. Die den Lamellen eng verwandte Struktur der Bienenwaben verbindet minimalen Materialeinsatz mit nahezu maximaler Stabilität.

Laufleistung
Als Laufleistung wird bei Fahrzeugen nach dem Kilometerstand ermittelt.

Mit Erhöhung der Laufleistung nimmt der Verschleiß zu und die verbleibende „Lebenserwartung“ ab. Die Wahrscheinlichkeit von Funktionsstörungen und erforderlichen Reparaturen nimmt zu.

Luftdruck
Der Luftdruck eines Reifens ist nach Auslastung, Geschwindigkeit und Reifentyp verschieden.

M+S
Matsch + Schnee-Reifen, Winterreifen (dies sagt jedoch nichts über die Wintertauglichkeit aus, da keine geschützte Bezeichnung)

Mindestprofiltiefe
Bei Luftreifen von Kraftfahrzeugen gibt es in den meisten Ländern eine gesetzlich geregelte Mindestprofiltiefe. In Europa gilt bei Sommerreifen grundsätzlich die Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Lediglich bei den Winterreifen variiert die Mindestprofiltiefe sehr stark. Auf dieser Seite werden die bekannten und gesetzlich belegbaren Zahlen zur Mindestprofiltiefe aufgeführt. Es gilt dabei zwischen Sommer- und Winterreifen zu unterscheiden. Ein weiterer interessanter Punkt in diesem Zusammenhang sind die Kosten bei einem Vergehen gegen diese Regelungen.

Mischbereifung
Mischbereifung (Unterschiede bei Reifentypen, Ausführungen, Profile, Verschleiß) kann je nach Grad der Abweichungen das Fahrverhalten gefährlich verschlechtern, besonders bei verschiedenen Reifen auf einer Achse.

Profil
Das Profil gängiger Reifen sorgt bei Nässe dafür, dass das Wasser zwischen Reifen und Fahrbahn abgeleitet wird und so der Kontakt zwischen Reifen und Fahrbahnoberfläche weitestgehend erhalten bleibt und die Gefahr von Aquaplaning reduziert wird. Wie effektiv Aquaplaning vermieden werden kann hängt u. a. stark von der Profiltiefe sowie der Profilgestaltung des Reifens ab. Meist wird bei modernen Reifen im mittleren Bereich des Laufstreifens eine Längsprofilierung gewählt, die akustisch deutliche Vorteile aufweist. In den Randbereichen wird durch deutlich ansteigende Querprofilierung die Drainagewirkung erhöht.

Reserverad
Ein Reserverad (auch Reservereifen) ist ein Autoreifen, den die meisten mehrspurigen Kraftfahrzeuge mitführen. Es dient zum Austausch, wenn ein Autoreifen defekt ist.

Das Reserverad ist nicht vorgeschrieben. Normalerweise ist es ein Sommerreifen, wie die anderen am Fahrzeug montierten. Bei PKW wird aber auch manchmal aus Platz-, Gewichts- oder Preisgründen ein so genanntes Sparrad (Notrad) eingesetzt. Das Notrad darf nur bis zur nächsten Werkstatt benutzt werden, bei einer maximal zulässigen Geschwindigkeit von 80 km/h.

Runderneuerung
Die Alternative zu einem neuen Reifen ist ein runderneuerter Reifen. Dazu wird bei einem abgefahrenen Reifen die alte Lauffläche maschinell abgeraut (oder mit Messern abgeschält), eine neue Lauffläche aufgelegt und anschließend vulkanisiert. Diese Methode ist in der Herstellung bis zu einem Drittel billiger als die Herstellung eines Neureifens. Heutzutage werden dabei zwei Verfahren angewendet: die Kaltrunderneuerung und die Heißrunderneuerung.
Altreifen

Im PKW-Bereich spielen runderneuerte Reifen in Deutschland aus Kostengründen eine eher untergeordnete Rolle. Bei den Sommerreifen haben sie weniger als 1 % Marktanteil; bei den Winterreifen ca. 5 %. Sie sind nicht als Hochgeschwindigkeitsreifen (Kennung ZR, Y, …) erhältlich und dürfen so auf vielen Fahrzeugen nicht eingesetzt werden, da bei Sommerreifen der Geschwindigkeitsindex des Reifens höher sein muss als die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs. Dies hängt damit zusammen, dass die Hersteller runderneuerter Reifen der Alterung der Karkasse Rechnung tragen und den Geschwindigkeitsindex ihrer Reifen herabstufen. Aus einem ehemaligen V-Reifen wird also ein H-Reifen, aus einem H-Reifen ein T-Reifen usw. Bei LKW-Reifen hingegen haben die runderneuerten einen Marktanteil von ca. 40 %.

Entgegen häufiger Auffassung haben runderneuerte Reifen im Allgemeinen keinen erhöhten Rollwiderstand mehr gegenüber Neureifen. Weiterentwickelte und auch neue Technologien bei der Herstellung und Verarbeitung der neuen Laufflächen sind der Grund dafür. Auch runderneuerte Reifen müssen über eine EWG-Zulassung verfügen und entsprechend gekennzeichnet sein. In der Regel werden in Deutschland Reifen nur einmal runderneuert. Trotzdem können runderneuerte Reifen von Anfang an Probleme haben, wie Höhen- und Seitenschläge, die zu ähnlichen Symptomen führen, wie bei schlecht ausgewuchteten Reifen.

Run-Flat-Tire
Immer mehr kommen Reifen mit Notlaufeigenschaften zum Einsatz, die im Falle eines Reifenschadens die Weiterfahrt mit verminderter Geschwindigkeit (80 km/h) von mindestens 80 bis zu 300 Kilometern zulassen. Diese Reifen werden auch als Runflat-Reifen, Run-Flat-Reifen oder RunOnFlat-Reifen bezeichnet. Je nach Hersteller sind sie mit den Kürzeln ROF, RFT, EMT (Extended Mobility Tire), RSC (Runflat System Component), SSR (Self-Supporting Runflat Tire) oder DSST (Dunlop Self Supporting Technology) versehen. Run-Flat-Tire Reifen sind heutzutage gängig bei Mietwagen, da gerade bei Mietwagen hohe Zuverlässigkeit und Pannensicherheit zählt.

Die Notlaufeigenschaft wird durch verstärkte Seitenwände oder einen Stützring auf der Felge erzielt, die ein Abplatten des Reifens bei Druckverlust oder Platzen verhindern und die ausreichende Übertragung von Lenk-, Brems- und Antriebskräften gewährleisten. Unterstützt wird dieser Effekt durch Felgen mit einer speziellen Ausformung des Felgenhorns, den sogenannten EH2-Felgen (Extended Hump), die ein Abspringen des beschädigten Reifens von der Felge verhindern. Da der Fahrer kaum den Unterschied zwischen drucklosen und normal befüllten Reifen merkt, ist grundsätzlich ein Reifendruckkontrollsystem vorgeschrieben. Die Mitnahme eines Reserverads ist nicht mehr nötig, somit wird Platz gewonnen und Gewicht eingespart.

Alle gepanzerten PKW sind mit solchen Sicherheitsreifen ausgestattet.

Sommerreifen
Sommerreifen sind für Straßenverhältnisse ohne Schnee und Eis ausgelegt. Sie verfügen über eine Gummimischung, die auch bei hohen Temperaturen nicht zu weich wird, eine hohe mögliche Geschwindigkeit und relativ geringe Abnutzung verspricht. Hier gilt es, einen möglichst guten Kompromiss zwischen den widersprüchlichen Anforderungen an Fahrkomfort - also einem möglichst geringen Rollwiderstand - und guter Haftung bei Nässe (Grip) zu finden. Machen Sie den Reifentest 2010.

Spikes
Eine besonders auf Eis wirksame Technik ist die Verwendung von Spikes. Das sind Stahl- oder Hartmetallstifte, die in dafür ausgelegten Reifen angebracht werden können. Da Spikes die Fahrbahn erheblich abnutzen, sind sie in vielen Teilen Europas nur eingeschränkt oder gar nicht zulässig.

In Deutschland sind Spikes mit Ausnahme des kleinen deutschen Ecks, einem Bereich rund um Bad Reichenhall, sowie Ausnahmen für Einsatzfahrzeuge nicht mehr erlaubt.

In der Schweiz sind die Vorschriften ähnlich wie in Österreich. Die Verwendung auf Autobahnen ist jedoch nicht erlaubt.

Tubeless
Durch den Einsatz spezieller Felgenbänder ist eine Umrüstung eines Laufrades auf ein Schlauchlossystem möglich.

Ventil
Das Ventil (von Ventilation lat. für (Be)lüftung, Luftwechsel) ist ein technisches Bauteil, das dazu dient, den Ein- oder Auslass von Gasen oder Flüssigkeiten zu kontrollieren oder die Fließrichtung zu steuern und zu regeln.

Winterreifen
Winterreifen sind für niedrige Temperaturen und winterliche Straßenverhältnisse ausgelegt. Sie verfügen über eine kälteresistente Gummimischung, die bei niedrigen Temperaturen weniger verhärtet und damit eine bessere Verzahnung und Kraftübertragung mit dem Untergrund ermöglicht. Winterreifen sind mit dem M&S-Symbol (englisch: Mud and Snow, deutsch: Matsch und Schnee) gekennzeichnet. Sehr häufig wird in letzter Zeit auch eine stilisierte Schneeflocke zusätzlich verwendet. Die Kennzeichnung „M&S“ für Winterreifen ist in Deutschland vorgeschrieben, allerdings keine geschützte Kennzeichnung und kann daher auch auf nicht wintertauglichen Reifen angebracht werden, was teilweise auch geschieht. Die Reifenindustrie hat darauf reagiert und das Schneeflocken-Symbol eingeführt. Dieses Symbol wird von der amerikanischen Straßenbehörde NHTSA an Reifen vergeben, die in einem Test eine gewisse Mindesttraktion auf Schnee und Eis erreichen.

Im Unterschied zu Sommerreifen sind sie nicht nur mit einem einfachen Profil, sondern zusätzlich mit Lamellen ausgestattet, die eine Verzahnung mit losem Untergrund, beispielsweise Schnee, ermöglichen. Die Winterprofile nähern sich optisch immer mehr den Sommerprofilen an. Deshalb sind Winterreifen heute auch komfortabel und laufruhig. Bei der Profilentwicklung wird auf möglichst zahlreiche Greifkanten geachtet: Rillen und Einschnitte in den Profilblöcken. Hinzu kommen die bereits erwähnten Lamellen, kleine Einschnitte, die sich beim Abrollen des Reifens öffnen und so im Schnee zusätzlich für Traktion (Kraftübertragung) sorgen. Je nach Außentemperatur sollen Winterreifen, im Gegensatz zu Sommerreifen, mit 0,2 bar bis 0,3 bar mehr Reifendruck als vom Fahrzeughersteller angegeben gefahren werden. Dies begründet sich mit der weicheren Gummimischung und dem Effekt, dass mehr Reifendruck für eine zusätzliche Unterstützung der Karkasse sorgt.

Im Gegensatz zu den meisten Sommerreifen sind Winterreifen in der Regel mit einer vorgegebenen Drehrichtung versehen, welche bei der Montage zu beachten ist.

Anders als bei Sommerreifen ist es bei Winterreifen auch erlaubt, abweichend von den einzuhaltenden Angaben des Fahrzeugscheines, Reifen mit niedrigerem Geschwindigkeitsindex einzusetzen. Dabei ist wieder die M&S-Kennzeichnung ausschlaggebend, die übrigens auch Ganzjahresreifen aufweisen können.

In Deutschland ist in diesem Fall ein Aufkleber mit dem Aufdruck „XXX km/h“ im Sichtbereich des Fahrers anzubringen. Auch in manchen Ländern, in denen ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen gilt, ist diese Kennzeichnung vorgeschrieben. Inzwischen werden Winterreifen auch mit dem Geschwindigkeitssymbol V (bis 240 km/h), vereinzelt auch mit dem Speed-Index W (bis 270 km/h), in fast allen Reifendimensionen angeboten. Es sind damit kaum mehr Einschränkungen mit der Montage von Winterreifen verbunden. Auf schneefreiem und trockenem Asphalt, vor allem bei höheren Temperaturen, ist allerdings mit stärkerem Abrieb von Winterreifen zu rechnen.

Zu beachten ist zudem die teilweise reduzierte Tragfähigkeit bei hohen Geschwindigkeiten: Beispielsweise darf ein Reifen der Klassifizierung V lediglich mit 85 % der angegebenen Nominaltragfähigkeit belastet werden, wenn denn vorgesehen ist, die 240-km/h-Grenze wirklich auszunutzen.

Viele Automobilclubs wie ADAC oder ÖAMTC empfehlen, Reifen, die älter als sechs Jahre sind, zu ersetzen, da im Laufe der Zeit die Gummimischung verhärtet und die Hafteigenschaften der Reifen dann deutlich nachlassen, selbst wenn die Profiltiefe noch ausreichend ist.

Mit abnehmender Profiltiefe verschlechtern sich die Hafteigenschaften auf Schnee deutlich. In Österreich muss deshalb ein Winterreifen neben einer M&S-Kennzeichnung auch noch mindestens 4 mm Profiltiefe aufweisen. Bei einer Profiltiefe unter 4 mm gilt der Reifen als Sommerreifen.


Dieses Glossar steht unter der „GNU Free Documentation License“ zur verfügung.
 



Zurück
PKW Winterreifen ShopDas Verzeichnis für Hersteller und Lieferanten im Aluminium-Bereich
PKW Winterreifen ShopBambusparkett und Werkzeug bei Weserhandel
© PKW Winterreifen und PKW Sommerreifen online günstig kaufen von Reifen-Center-Weser Ihrem Winterreifen und Sommerreifen Partner